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Waldbrandgefahr steigt!
30.06.2010 - 07:24 von Gruppenführer
Waldbrandgefahr steigt
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit steigt vor allem im Nordosten die Waldbrandgefahr auf die höchste Gefährdungsstufe.
Ein etwas zu warmer und vor allem deutlich zu trockener und sehr sonniger Juni neigt sich dem Ende entgegen. Durch die hochsommerlichen Temperaturen trocknen die Böden zunehmend aus. Somit steigt die Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen bedenklich an. Am kommenden Wochenende wird sie fast im gesamten Bundesgebiet hoch, im Nordosten verbreitet sehr hoch sein.
Nachdem der Mai verbreitet deutlich zu kühl und sehr feucht war, lag die Durchschnittstemperatur im Juni deutschlandweit etwa 1,1 Grad über dem Klimamittel. Zudem fielen nur etwa 60 Prozent der üblichen Regenmenge, wobei hier naturgemäß große regionale Unterschiede vorliegen. Besonders trocken war es im Raum Berlin, wo im gesamten Juni bisher lediglich 4 der sonst üblichen 69 Liter Regen auf den Quadratmeter fielen. Aber auch andernorts im Osten, wie beispielsweise in Magdeburg oder Cottbus, aber auch in Bremen oder Düsseldorf war es deutlich zu trocken. Dagegen fiel vor allem im Stau der Alpen, wie beispielsweise in Kempten und München auch etwas mehr Regen als üblich.
Die Waldbrandgefahr wird in fünf Gefährdungsstufen unterteilt, bei deren Ermittlung die Höchsttemperatur, die relative Luftfeuchte, die Windgeschwindigkeit und natürlich die Niederschlagssumme berücksichtigt werden. Die unterschiedlichen Baumarten werden hinsichtlich ihrer Zünd- und Brennfähigkeit in drei Klassen eingeteilt. Dadurch wird es möglich die unterschiedlichen Waldlandschaften hinsichtlich ihres Baumbestandes zu bewerten und regionale Korrekturen der Gefährdungsstufen vorzunehmen.
Bei den hohen Temperaturen und dem meist sonnigen Wetter ist dieser Tage die Verdunstung ebenfalls sehr hoch wodurch die Böden weiter austrocken und die Waldbrandgefahr gefährlich ansteigt. Zudem werden wohl nur punktuell Schauer und Gewitter niedergehen, und dies wahrscheinlich nicht in der am meisten betroffenen Region im Nordosten. Dadurch verschärft sich die Lage bis zum Wochenende markant, wenn zahlreiche Ausflügler in den Wäldern anzutreffen sind. Offenes Feuer, sowie Grillen abseits gesicherter Feuerstellen könnten mitunter folgenschwer sein. Es kam bereits auch im Kreis Segeberg zu kleineren Feuern aufgrund von Unachtsamkeit einiger Mitbürger.
Auch kommende Woche ist bisher noch keine durchgreifende Änderung der jetzigen trocken-heißen Wetterlage in Sicht und drohende Waldbrände werden somit weiterhin ein Thema bleiben.
Deshalb gibt es hier einige kleine Ratschläge:
Vermeiden Sie bitte
- ungesicherte Lagerfeuer
- Rauchen im Wald oder in waldreichen Gebieten, besonders in Sommermonaten
- Feuer außerhalb von Grillplätzen (in vielen Wäldern sind Grillplätze für Besucher angelegt worden – nutzen Sie dieses Angebot)
- Wegwerfen von brennenden Zigaretten und leicht entflammbaren Materialien oder Flüssigkeiten
Sollten Sie ein kleines Bodenfeuer entdecken, versuchen Sie es mit Sand oder Erde abzudecken oder mit frischen Ästen auszuschlagen. Verständigen Sie sofort die Feuerwehr!
Quelle: http://www.dwd.de
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