Aktuelles » Brautstrauß vergessen: Da half die Feuerwehr
Aktuelles

Brautstrauß vergessen: Da half die Feuerwehr
26.06.2010 - 06:27 von


Mit kleinen Pannen ins Eheglück: Im Feuerwehrauto wurden Thorsten und Susanne Peters zum Standesamt
auf Gut Pronstorf gefahren.



Als wenn eine Hochzeit nicht schon aufregend genug wäre: Bei Thorsten Peters (46) und Susanne Zedler (48) sorgten zwei Patzer bei der standesamtlichen Trauung für zusätzlichen „Nervenkitzel“, über den die beiden Eheleute einen Tag später schon wieder lachen konnten. Für die Fahrt zum Trauzimmer auf dem Gut Pronstorf wurden der Westerrader Gemeindewehrführer Thorsten Peters und Susanne Zedler am Donnerstag von einer ungewöhnlichen Hochzeitskutsche abgeholt: Vor der Tür standen Gruppenführer Kai Jansen und Ehrenwehrführer Volker Puls mit dem neuen Westerrader Feuerwehrauto. Alles musste schnell gehen. Das Brautpaar wurde ins Auto gesetzt, und ab ging die Fahrt nach Pronstorf, wo bereits der Standesbeamte, Bürgermeister Ronald Wiedekamp auf die Brautleute wartete. „Im Trauzimmer habe ich dann gemerkt, dass wir in der Hektik den Brautstrauß vergessen hatten“, erzählt Susanne Peters, wie sie nunmehr heißt. Den hatte kurz zuvor noch der Bräutigam in Klein Rönnau abgeholt – und dann das . . . Doch wozu hat man denn die Feuerwehr? Getreu deren Motto „Retten, Löschen, Schützen, Bergen“ machte sich Kai Jansen auf nach Westerrade, um den Brautstrauß zu „bergen“ und die Situation im Trauzimmer zu „retten“. Die standesamtliche Trauung konnte ihren gewohnten Gang nehmen, bis kurz vor dem Ende: Der Ring des Bräutigams passte nicht mehr, die Finger waren offenbar vor Aufregung etwas angeschwollen. Da musste der findige Gemeindewehrführer dann mit ein wenig Spucke nachhelfen. Gestern fand dann die kirchliche Trauung in der Vicelinkirche statt, vor der sich abermals die Feuerwehrleute aus Westerrade aufgebaut hatten. Hier musste das Paar mit einer Handspritzpumpe brennende Fackeln löschen, um sich den Weg ins Eheglück zu bahnen. Leicht wehmütig hat Thorsten Peters seinen Junggesellenabschied erlebt. Die Feuerwehrkameraden haben seine heiß geliebten, mit 25 Jahren Lebensdauer schon fast antiken Lederstiefel verbrannt. „Das tat weh. Ich bin froh, dass keiner vor mir eine Entscheidung zwischen den Stiefeln und meiner Susanne verlangt hat“, sagte Peters augenzwinkernd.


Quelle:LN-Online.de
keine Kommentare News empfehlen Druckbare Version nach oben